EDUCAÇÃO E TECNOLOGIA

Agiles Lernen mit Nele Graf im EducationNewscast Podcast

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Mit Prof. Dr. Nele Graf versuche ich in diesem Podcast herauszufinden, was genau agiles Lernen bedeutet.

Warum wird „agiles Lernen“ immer wichtiger?

Nele vergleicht die herkömmlichen Lernformate mit denen, die heutzutage in Unternehmen immer mehr umgesetzt werden. Mit einem herkömmlichen bzw. konventionellen Lernformat ist gemeint, dass ein Experte auf einem Fachgebiet anderen das Wissen vermittelt. In der heutigen Welt allerdings, in der sich viel schneller die Dinge verändern und innerhalb sehr kurzer Zeit auch Expertenwissen wieder veralten kann, reiche dies nicht mehr aus. Nele postuliert, dass zukünftig vielmehr das gemeinsame Weitergeben und Entwickeln von Wissen auf einem iterativen und kollaborativen Weg erfolgen wird.

Im Allgemeinen ist die Essenz des agilen Lernens, dass das Lernen als ein ständiger Veränderungsprozess begriffen wird in einer Welt, in der man nicht weiß, wo es genau hin geht. Als Begriff definiert Nele das agile Lernen als eine Veränderungsfähigkeit in komplexen Situationen, wobei Lernen in Richtung einer Zielvorstellung erfolgt und nicht statisch festgelegt wird. Weiterhin hat das agile Lernen auch eine Team- und organisationale Komponente.

Wie verändern sich die Rollen der Lernenden oder der Führungskräfte?

Einerseits sollten sich Lernende selbst im Blick haben, aber andererseits auch die Organisation an sich. Es gehört viel mehr dazu, eine neue Art von Lernen zu unterstützen. Beispielsweise sich selbst steuern zu können, selbst eigene Lerndefizite zu analysieren und darauf zu reagieren oder sogar das gesamte Team innerhalb eines Lernprozesses zu steuern.

Auch Führungskräfte haben immer mehr die Aufgabe, die Mitarbeiter „anzustupsen“, sie zu motivieren und auf diesem Weg voranzubringen. Nele führt weiterhin aus, dass das Führen eines offenen und konstruktiven Diskurses auch dazu beitragen kann, Neues zu lernen. Selbstverständlich gilt es dabei zu beachten, nicht auf die persönliche Ebene zu rutschen, sondern sachlich zu bleiben.  Aber einen Diskurs zu führen sei eine gute Methode, komplexe Situationen von unterschiedlichen Standpunkten zu beleuchten.

Agile Lernformate – was hat sich bisher etabliert und bewährt?

Was agile Lernformate ausmacht ist, dass sie nicht inhaltlich sondern prozessgetrieben sind. Da sich eben die Inhalte zu bestimmten Themengebieten ständig ändern geht es darum, eine Orientierung über die Struktur zu geben. Barcamps, FedEx Days und Hackathons stellen beispielsweise prozessual getriebene Veranstaltungen dar, die aber inhaltlich offen sind.

Nele beschreibt, dass noch gute Formate für das Team-Lernen in Arbeitsprozessen fehlen. Hier sieht sie in Zukunft, dass noch neue Formate im „iterativen Teamlernen“ entstehen werden.

Empfehlungen für agile Lernformate

Wichtig ist, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wieso man agiles Lernen „macht“ und in welchen Kontexten man es einführen möchte. Wenn diese Fragen geklärt sind ist es beispielsweise auch wichtig, die geeigneten Räumlichkeiten auch physisch herzustellen, in denen man sich wohlfühlt und eine gute Lernatmosphäre entstehen kann. Weiterhin geht Nele auf das Thema Mut ein. Den Mut zu haben, neue Dinge auszuprobieren und den „Lernmuskel“ zu stärken, sei eine ganz essenzielle Voraussetzung für das Lernen im Allgemeinen. Dass man sich auf Neues einlassen kann und offen ist für unterschiedliche Methoden ist ebenso wichtig. Zuletzt auch die Offenheit, voneinander zu Lernen. Dies alles stellen wichtige Voraussetzungen dar, um neue Lernformate zu schaffen.

Was sind Neles Lieblings Lernhacks?

  • Pomodoro-Technik: 25 Minuten Lernen, danach wird eine Pause eingelegt
  • Weißes Blatt Papier mit einem Stift: Visualisierung eines Themas

Was steht auf deiner To-Learn Liste?

Hybride Lern-Lehr Settings erforschen, untersuchen und weiterzudenken; Lernformate für Team-Lernen und iteratives Teamlernen in Arbeitsprozessen

Wie hältst du dich selbst UpToDate?

Gespräche mit Experten zu einem Thema führen. Webinare anschauen. Experimentieren, Dinge ausprobieren und dann reflektieren.

Ausführlich findet ihr natürlich alles im Podcast. Wir freuen uns sehr, wenn Ihr den Podcast abonniert, in sozialen Medien teilt und auf Apple Podcast liked!

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